Welche Erfahrungen machen Menschen, die geschlechtsbezogene Gewalt erlebt haben, mit der psychiatrischen Pflichtversorgung in Berlin? Werden ihre Erfahrungen und die Folgen der Gewalt für ihre psychische Gesundheit angemessen berücksichtigt? Wo bestehen aus ihrer Sicht Lücken und Verbesserungsbedarfe?
Mit dieser Befragung möchten wir (Fachstelle Traumanetz Berlin) die Perspektiven von Betroffenen sichtbar machen und ihre Erfahrungen mit Angeboten der regionalen psychiatrischen Pflichtversorgung in Berlin erfassen.
Wenn Sie in Ihrem Leben von geschlechtsbezogener Gewalt betroffen waren oder aktuell sind und Erfahrungen mit dem Hilfesystem der psychiatrischen Pflichtversorgung in Berlin gemacht haben, möchten wir Sie einladen, an dieser Online-Umfrage teilzunehmen.
Die Beantwortung dauert ca. 05-10 Minuten.

Definitionen:
Geschlechtsbezogene Gewalt bedeutet: Gewalt, die sich gegen das (zugeschriebene) Geschlecht oder die Geschlechtsidentität einer Person richtet. Dazu gehören beispielsweise Partnerschaftsgewalt/Häusliche Gewalt, Sexualisierte Gewalt, Gewalt in der Kindheit und TIN*/queerfeindliche Gewalt sowie andere Formen.
Regionale psychiatrische Pflichtversorgung bedeutet: Die beteiligten Leistungsträger (Anlaufstellen) sind verpflichtet, Menschen mit psychischen Krisen oder Erkrankungen in ihrem Wohnumfeld zu versorgen. Dafür arbeiten sie in einem abgestimmten und verbindlichen System zusammen. Dazu gehören beispielsweise der Sozialpsychiatrische Dienst, psychiatrische Kliniken und Angebote der Eingliederungshilfe sowie andere Formen. In Gefährdungssituationen kann die Versorgung als letztes Mittel auch gegen den Willen der Person erfolgen (z.B. Unterbringung). Dafür gelten enge gesetzliche Voraussetzungen.